Schimmelbildung in der Wohnung ist ein Problem, welches Mieter und Vermieter gleichermaßen beunruhigt. Hier viel Wissenswertes und einige Hinweise zum Thema.
Trockene Fakten zur feuchten Raumluft Hätten Sie das gewusst? Pro Tag verdunstet eine mittelgroße Zimmerpflanze 1/3 Liter Wasser. Ein Mensch bringt es während der Nachtstunden schlafend auf die gleiche Menge und bei leichter Tätigkeit auf einen ganzen Liter Wasser. Die Wäsche auf dem Trockenständer gibt bis zum Einräumen in den Schrank sogar 3 ½ Liter Wasser an die Umgebung ab. In einem 3-Personenhaushalt summieren sich alle Feuchtigkeitsquellen schnell auf täglich etwa 6 bis 8 Liter. Und all diese Feuchtigkeit hängt unsichtbar in der Zimmerluft und verursacht nicht nur ein klammes Raumklima, sondern schafft, wenn sie sich an kühlen Wänden und in Zimmerecken niederschlagen kann, optimale Wachstumsvoraussetzungen für Schimmelpilze. Darum muss der Wasserdampf zum Fenster heraus, bevor er Schaden anrichten kann. Nun sind moderne Fenster dicht und damit gut für die sparsame Heizkostenabrechnung. Andererseits verhindern diese aber im Gegensatz zu ihren Vorgängern den ständigen leichten Zug - und damit den ständigen Luftaustausch durch die Fugen. Diese Aufgabe muss der Mieter selbst in die Hand nehmen.
Luftaustausch durch Stoßlüften
Für einen schnellen und gründlichen Luftaustausch sollte schon mindestens zweimal täglich die Fenster sperrangelweit geöffnet werden. Dies z.B. morgens nach dem Aufstehen und abends vor dem zu Bett gehen. Während dieser Zeit sollten die Heizkörper zugedreht werden. Die Sorge vor dem Wärmeverlust ist dabei unbegründet, denn die Wände und Möbel der Wohnung heizen mit ihrer gespeicherten Wärme die neue, trockenere Luft schnell wieder auf. So geht weniger Energie verloren als durch eine Dauerlüftung mit angekippten Fenstern. Dieses Dauerlüften mit angekippten Fenstern hat, natürlich vor allem in der kalten Jahreszeit, ein weiteres Problem. Zum einen kommt es kaum zu einem zügigen, kompletten Luftaustausch bis hinter jedes Möbelstück und in jede Zimmerecke, zum anderen kühlt die Wand rund um das Fenster besonders stark aus. Feuchtigkeit schlägt sich nieder, was direkt zu einem Schimmelbefall führen kann.
Effektiv Heizen
Eine weitere Ursache für Schimmelpilz-Wachstum ist extrem sparsames Heizen. Dort, wo Räume stark auskühlen - sei es über Nacht oder weil sie von den Mietern nur selten genutzt werden - schlägt sich die Luftfeuchtigkeit an den kalten Wänden nieder. Schimmel ist meist die Folge. Die Raumtemperatur sollte auch hier tagsüber wenigsten bei 18 - 20 Grad liegen.
Möbel am richtigen Platz
Noch ein Wort zum Thema Luftzirkulation: Feuchte Raumluft findet keinen Weg nach draußen, wenn sie an freier Bewegung gehindert wird. Nicht umsonst tritt Schimmel oft in verbauten Zimmerecken und hinter Möbeln auf. Großflächige Schrankwände sollen darum immer mindestens fünf Zentimeter Abstand zur Wand haben.